SCM-Software: Das passende Tool für Eure Supply Chain
Ihr möchtet Eure Supply Chain zukunftssicher aufstellen – digital, transparent und effizient? In…
erbindliche und transparente Lieferantenbeziehungen sind in Zeiten von sich wandelnden globalen Märkten, Zollrisiken sowie ESG und Compliance-Anforderungen ein entscheidender Wettbewerbsvorteil. Ein strukturiert und effizient aufgesetztes Supplier Relationship Management, um Chancen und Risiken zu identifizieren, ist deshalb aktuell eines der relevantesten Themen im Mittelstand.
Fast unabdingbar ist hierfür eine SRM-Software, die Prozesse im Lieferantenmanagement optimiert, zahlreiche Abläufe automatisiert und datenbasierte Entscheidungen ermöglicht.
In diesem Artikel zeigen wir Dir, wie ein qualifiziertes SRM-Tool dabei hilft, Eure Lieferantenbeziehungen exzellent zu managen und unterstützen Euch mittels unseres Software-Matchings dabei, die richtigen Anbieter entsprechend Eurer Anforderungen zu identifizieren.
Du möchtest tiefer in das Thema SRM einsteigen? Dann findest Du hier alle relevanten Informationen. Alternativ kannst Du ohne Umwege unser kostenloses Matching starten, um genau die SRM-Anbieter zu identifizieren, die zu Euren individuellen Anforderungen passen:
Eine starke Lieferkette braucht starke Partnerschaften! In Zeiten globaler Märkte, steigender Kundenanforderungen und volatiler wirtschaftlicher Rahmenbedingungen ist ein effizientes und strategisches Lieferantenbeziehungsmanagement (wir kürzen es allein aufgrund der Wortlänge ab jetzt mit SRM ab) unverzichtbar. Wer seine Lieferanten nur als Kostenfaktor statt als Partner betrachtet, vergibt wertvolle Chancen, seine Wettbewerbsfähigkeit und die Entwicklung des Einkaufs maßgeblich positiv zu beeinflussen.
Die Vorstellung, dass Lieferanten und Dienstleister ausschließlich den Wünschen der Kunden folgen und stets einer Meinung mit ihnen sein müssen, ist im Jahr 2026 überholt. Erfolgreiche Geschäftsbeziehungen beruhen heute auf Partnerschaften und Augenhöhe. Eine starke, partnerschaftliche Beziehung zu Lieferanten ist ebenso entscheidend wie das kundenorientierte Beziehungsmanagement, das im Rahmen des Customer Relationship Managements seit Jahrzehnten datenbasiert gepflegt wird.
Eine SRM-Software ist also das Pendant zum CRM und hilft Euch dabei, die entscheidenden Schlüssellieferanten zu identifizieren, diese strategisch zu steuern und nachhaltige Wettbewerbsvorteile durch eine echte Zusammenarbeit auf einer gemeinsamen Ebene zu sichern. Dadurch eröffnet sich nicht nur ein stabiles Netzwerk, sondern führt in vielen Bereichen zu einer Senkung der Prozesskosten, einer Verringerung von Risiken durch höhere Qualitätsstandards in der Lieferkette und eröffnet zusätzliche Umsatzpotenziale – etwa durch gemeinsame Produktentwicklungen.
Strukturierte Prozesse und transparente Daten in einer SRM-Software ermöglichen nicht nur dem Einkauf, sondern allen Mitarbeitenden mit Lieferantenkontakt, effizientere Abläufe zu gestalten und die Zusammenarbeit mit den Lieferanten nachhaltig zu stärken. Im Ergebnis wird nicht nur „geliefert“, sondern auch der gemeinsame wirtschaftliche Erfolg optimiert.
Auslöser für die gestiegene Nachfrage nach SRM-Softwarelösungen war die Corona-Pandemie: Die globalen Lieferengpässe machten deutlich, wie wichtig ein professionelles und vorausschauendes Management der Lieferantenbeziehungen ist. Mit der gesetzlichen Verantwortung in zahlreichen ESG- bzw. Compliance-Bereichen – etwa durch die EU-Verpackungsordnung PPWR, das Lieferkettengesetz (LkSG) oder die (wahrscheinlich) kommende CSDDD – folgte mit den umfangreichen Dokumentationspflichten die „zweite Welle“ der erhöhten SRM-Nachfrage. Spätestens seit Künstliche Intelligenz zahlreiche Einkaufsprozesse automatisiert, lässt sich der ROI für den Einsatz einer Supplier-Relationship-Management-Software klar und schnell beziffern.
Starten wir den Auswahlprozess für eine zu Euren Anforderungen passenden SRM-Softwarelösung mit einem Marktüberblick für Deutschland, Österreich und die Schweiz.
Der Anbietermarkt für SRM-Tools und -Systeme im deutschsprachigen Raum hat sich aufgrund der angeführten Themen der letzten Jahre sehr dynamisch entwickelt. Einschlägige Software-Listingportale führen weltweit über 100 SRM-Anbieter auf. Dies bedeutet einerseits für Euch, dass Ihr eine vielfältige Auswahl habt, andererseits aber auch eine starke Filterung für Eure Shortlist vornehmen müsst. Das ist häufig zeitaufwändig und mühsam.
Für die Matchings auf unserer Plattform kategorisieren wir die SRM-Softwareanbieter daher in drei grundlegende Typen:
Spezialisierte SRM-Softwarelösungen
Spezialisierte SRM-Tools adressieren gezielt klar definierte Teilbereiche des Lieferantenmanagements und verfolgen dabei einen fokussierten Best-of-Breed-Ansatz. Anstatt den gesamten Einkaufsprozess abzubilden, konzentrieren sich diese Systeme auf ausgewählte SRM-Kernprozesse (z. B, Lieferantenonboarding, Stammdatenmanagement, Kommunikation, Bewertungen oder Audits) und unterstützen Unternehmen dabei, genau dort Transparenz und Steuerungsfähigkeit aufzubauen, wo Lieferantenqualität, Compliance oder Zusammenarbeit besonders kritisch sind. Sie eignen sich vor allem dann, wenn bestehende Systeme funktionale Lücken aufweisen oder SRM nicht als Nebenfunktion, sondern als eigenständiger Prozess verstanden wird.
Sehr tiefe Funktionalität in ausgewählten SRM-Bereichen; hohe Transparenz entlang definierter Lieferantenprozesse; leistungsfähige Bewertungs-, Audit- und Analysefunktionen; schnelle Einführung durch klar abgegrenzten Funktionsumfang; geringerer Integrations- und Anpassungsaufwand im Vergleich zu großen Suiten; oft hohe Benutzerfreundlichkeit durch klaren Fokus.
Modulare SRM-Software-Suiten
Modulare SRM-Software-Suiten verfolgen einen skalierbaren Plattformansatz, bei dem Lieferantenmanagement als wachsender, unternehmensübergreifender Prozess gedacht wird. Die Systeme sind so aufgebaut, dass Unternehmen zunächst mit einem klar abgegrenzten Funktionsumfang starten und das SRM schrittweise entlang organisatorischer, regulatorischer oder strategischer Anforderungen erweitern können. Der Fokus liegt weniger auf maximaler Tiefe einzelner Funktionen als auf der flexiblen Kombination mehrerer SRM-Bausteine innerhalb einer integrierten Systemlandschaft.
Hohe Anpassungsfähigkeit durch modulare Architektur; schrittweiser Ausbau des Funktionsumfangs ohne Systemwechsel möglich; gute Integration in bestehende IT-Landschaften über Schnittstellen und APIs; Abbildung mehrerer SRM-Teilprozesse in einer Plattform; Balance zwischen funktionaler Tiefe und Systembreite; geeignet für bereichsübergreifende Zusammenarbeit.
Unternehmen mit wachsenden Anforderungen, mehreren Fachabteilungen und einer bestehenden IT-Landschaft, die SRM-Prozesse schrittweise ausbauen und langfristig skalieren möchten.
Integrierte SRM-Lösung in Enterprise-Suiten
Integrierte SRM-Lösungen sind Bestandteil umfassender Enterprise-Suiten, in denen Lieferantenmanagement als Teil eines durchgängigen Einkaufs- oder Supply-Chain-Prozesses verstanden wird. Der Schwerpunkt liegt auf der konsistenten Nutzung zentraler Stammdaten, standardisierter Workflows und einer einheitlichen Systemlogik über alle Einkaufsprozesse hinweg. SRM fungiert hier weniger als eigenständige Disziplin, sondern als integrierter Baustein innerhalb einer unternehmensweiten Prozess- und Systemarchitektur.
Durchgängige Prozesse entlang des gesamten Einkaufszyklus; zentrale Datenbasis ohne Systembrüche; automatisierte Datenflüsse zwischen Einkauf, Finanzen, Logistik und Controlling; hohe Prozessstabilität und Governance; geeignet für internationale Strukturen und hohe Transaktionsvolumina.
Vergleichsweise reduzierter Funktionsumfang im SRM im Vergleich zu spezialisierten Anbietern; hoher Implementierungs- und Integrationsaufwand; komplexe Lizenz- und Vertragsmodelle; geringe Flexibilität bei individuellen SRM-Anforderungen; lange Einführungs- und Anpassungsphasen.
Für Euch ist zum Start des SRM-Softwareauswahlprozesses zu klären, was für SRM-Funktionen Euch im Wunschzustand den größten Impact bringen, wie komplex eure Lieferkette ist, welche Abteilungen (z. B. Einkauf, Qualitätsmanagement, Sustainability) involviert sind und was Eure kurz- und langfristigen Ziele sind. Daraus lässt sich ein realistischer Bedarf ableiten, um in der jeweiligen Softwarekategorie die richtige Lösung zu finden, die zu Euren Kriterien und dem Budget (später auch mehr zum ROI) passt.
Die Begriffe Supplier Relationship Management (SRM) und Supply Chain Management (SCM) werden bei Softwaresuchen oft gleichgesetzt, bezeichnen allerdings unterschiedliche Konzepte und damit auch Softwarearten und Toolfunktionen. Eine kurze Abgrenzung zur Klarstellung:
Supply Chain Management umfasst die ganzheitliche Planung, Steuerung und Optimierung aller Prozesse entlang der Lieferkette – vom Rohstoff bis zum fertigen Produkt beim Endkunden. Dazu gehören Bedarfsplanung, Logistik und Transport, Lagerhaltung, Produktionssteuerung, Lieferantenkoordination sowie das Risikomanagement.
Supplier Relationship Management konzentriert sich auf den strategischen und operativen Umgang mit Lieferanten – also den „menschlichen“ Teil der Lieferkette.
Dass eine der häufigsten Matchanfragen auf unserer Plattform die Suche nach einem SRM-Tool in Kombination mit einer Supply Chain Management-Software ist, ist angesichts der zahlreichen inhaltlichen Überschneidungen und Ergänzungsmöglichkeiten nur konsequent und empfehlenswert.
Gerade für Mittelständler ergibt es allerdings Sinn, erst mit einer der beiden Softwarearten zu starten, um den initialen Aufwand möglichst gering zu halten. Dennoch ist es für eine möglichst effiziente Gestaltung der Lieferprozesse nur von Vorteil bei der Auswahl einer Lösung für das Supplier Relationship Management auch parallel mögliche SCM-Optionen zu prüfen – selbst wenn deren Einsatz zunächst nur perspektivisch geplant ist.
Eine SRM-Software schafft die Grundlage für eine partnerschaftliche und gewinnbringende Zusammenarbeit mit Euren Lieferanten – basierend auf dem gemeinsamen Ziel, durch strategische Kooperation den größtmöglichen wirtschaftlichen Nutzen zu erzielen.
Schauen wir uns die zentralen Funktionen eines SRM-Tools etwas ausführlicher an:
Lieferantenbewertung und Leistungsanalyse
Die Lieferantenbewertung ist eine der zentralen Funktionen einer SRM-Software. Sie ermöglicht es, die Leistung der Lieferanten objektiv zu bewerten. Dies geht weit über die reine Überprüfung von Lieferzeiten, Produktqualität oder Katalogdaten hinaus – die SRM-Software berücksichtigt auch Faktoren wie Kundendienst, Innovationsfähigkeit, Nachhaltigkeitspraktiken und Flexibilität bei der Anpassung an sich ändernde Marktbedingungen. Mit dieser ganzheitlichen Perspektive bewerten Unternehmen nicht nur den aktuellen Status ihrer Lieferanten, sondern schätzen auch deren Potenzial für zukünftige Entwicklungen und Partnerschaften ein. Lieferanten wissen, dass ihre Leistung regelmäßig bewertet wird, was sie motiviert, ihre Standards kontinuierlich zu verbessern und sich stärker an den gemeinsamen Zielen auszurichten.
Ein mittelständischer Maschinenbauer bezieht Präzisionsteile von mehreren internationalen Partnern. Seit der Einführung einer SRM-Software schaut er nicht nur, ob die benötigten Teile pünktlich eintreffen. Stattdessen bewertet der Maschinenbauer den Händler auch auf Basis von Service, Reaktionszeiten, Flexibilität und Nachhaltigkeit.
Dabei fällt ihm auf, dass ein Hauptlieferant zwar zuverlässig liefert, aber bei technischen Rückfragen die Antwort gern mal liegen lässt. Ein kleinerer Zulieferer hingegen reagiert schnell, denkt bei Sonderwünschen mit und bringt neue Ideen ein – und das sogar mit zertifizierten Nachhaltigkeitsstandards.
Zentrales Vertrags- und Dokumentenmanagement
Die SRM-Software bietet eine strukturierte und effiziente Möglichkeit, alle relevanten Vereinbarungen und Unterlagen im Zusammenhang mit Lieferantenbeziehungen zu verwalten. Dabei stellt sie sicher, dass alle Vertragsdokumente zentralisiert, leicht zugänglich und in einem transparenten System organisiert sind, sodass keine wichtigen Fristen oder Vereinbarungen übersehen werden. Die Automatisierung der Prozesse mit einem SRM-Tool bietet außerdem die Möglichkeit, rechtzeitig an bevorstehende Vertragsverlängerungen, Kündigungsfristen oder notwendige Anpassungen zu erinnern. Das verhindert Vertragslücken und sorgt dafür, dass Vertragsverhandlungen frühzeitig vorbereitet werden. Gleichzeitig wird durch die Echtzeit-Dokumentenverwaltung der administrative Aufwand verringert, da alle relevanten Dokumente – von Bestellungen und Lieferbedingungen bis hin zu Rechnungen und rechtlichen Vereinbarungen – an einem Ort gespeichert und jederzeit mit nur wenigen Klicks abrufbar sind.
Ein weiterer Vorteil: Mit einer SRM-Softwarelösung haben beide Parteien jederzeit Zugriff auf die gleichen Informationen und reagieren schnell auf etwaige Unstimmigkeiten oder Änderungen, was unmittelbar auch auf eine revisionssichere Compliance-Dokumentation einzahlt. Dies erleichtert nicht nur die laufende Zusammenarbeit, sondern fördert auch die allgemeine Transparenz.
Ein Elektronikhersteller arbeitet mit mehr als 50 Lieferanten weltweit zusammen. Früher lagen Verträge, Preisvereinbarungen und Lieferbedingungen verstreut auf lokalen Laufwerken oder in E-Mail-Postfächern. Kündigungsfristen wurden oft zu spät bemerkt, Nachverhandlungen kamen regelmäßig nur unter Zeitdruck zustande.
Durch ein eingebundenes SRM-Tool hat das Unternehmen ein zentrales Vertrags- und Dokumentenmanagement: Alle Rahmenverträge, NDAs, Preislisten und Sonderkonditionen sind an einem Ort gebündelt, rollenbasiert und mit nur wenigen Klicks zugänglich. Automatische Erinnerungen zeigen rechtzeitig an, wann ein Vertrag ausläuft oder eine Kündigung geprüft werden muss.
Verbesserte und vereinheitlichte Kommunikation
In einer zunehmend vernetzten und dynamischen Geschäftswelt ist es wichtig, Informationen auszutauschen, um auf Veränderungen zeitnah zu reagieren und gemeinsam möglichst schnell Lösungen zu entwickeln. E-Mails oder Telefonate sind oft personenbezogen und führen zu möglichen Verzögerungen und/oder einer nicht dokumentierten Silokommunikaton – besonders wenn mehrere Menschen beteiligt sind oder komplexe Informationen ausgetauscht werden. Eine SRM-Software bietet durch schnelle und direkte Kommunikationskanäle, die speziell auf die Bedürfnisse der Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Lieferanten abgestimmt sind, eine nachhaltige und effektive Lösung. Abhängig vom SRM-Tool gibt es beispielsweise Live-Chat-oder Messaging-Funktionen. Diese ermöglichen es, sofort auf Anfragen zu reagieren und schnelle, nachverfolgbare Gespräche vorzunehmen. Egal, ob es sich um die Bestätigung einer Bestellung, die Klärung technischer Details oder die Diskussion um Lieferverzögerungen handelt – die Kommunikation findet in Echtzeit statt und ist sofort für beide Parteien sichtbar. Das ist eine entscheidende Hilfe, um Fehler zu vermeiden, Missverständnisse zu minimieren und sicherzustellen, dass alle Beteiligten stets auf dem aktuellsten Stand sind.
Ein Unternehmen aus der Lebensmittelbranche bezieht Verpackungsmaterial von mehreren Lieferanten. Absprachen zu Liefermengen, kurzfristigen Änderungen oder technischen Spezifikationen liefen meist per E-Mail – manchmal ergänzt durch Telefonate. Dabei kam es immer wieder zu Missverständnissen, weil nicht alle Beteiligten im CC standen oder weil Absprachen nicht sauber dokumentiert wurden.
Seit der Einführung einer SRM-Software läuft die Kommunikation direkt im System über eine integrierte Chat-Funktion. Einkäufer, das Qualitätsmanagement und Lieferanten klären auf einer gemeinsamen Plattform Rückfragen, tauschen Dateianhänge aus und kommentieren Änderungen an Spezifikationen sofort. Das Beste daran: alles bleibt automatisch archiviert und kann bei Bedarf eingesehen werden.
Gemeinsame Planung der Ressourcen
Statt isoliert zu arbeiten, trägt ein qualifiziertes SRM-Tool dazu bei, Ziele, Erwartungen und Ressourcen miteinander abzustimmen. Das führt zu einer weitaus effizienteren und flexibleren Lieferkette. Diese proaktive Zusammenarbeit schafft eine solide Grundlage für eine langfristige Geschäftsbeziehung und stärkt eine strategische Partnerschaft, die nicht nur auf kurzfristigen Transaktionen basiert, sondern auf gegenseitigem Vertrauen und dem Fokus auf den Erfolg beider Seiten.
Der Pluspunkt hierbei: Indem Unternehmen und Lieferanten ihre Lieferpläne und Zeitrahmen frühzeitig miteinander teilen, kontinuierlich anpassen und die Bedürfnisse beider Seiten im Blick behalten, werden Verzögerungen und Engpässe in der Lieferkette vermieden. Lieferanten managen Produktionsspitzen besser, indem sie mit den Unternehmen frühzeitig kommunizieren und Lieferzeiten entsprechend der veränderten Bedarfsprognosen anpassen. SRM-Tools lassen sich dafür in bestehende Systeme, wie dem ERP, integrieren und mit weiteren Softwarelösungen verknüpfen. Dies reduziert die Gefahr verspäteter Lieferungen, die oftmals mit hohen Kosten und unzufriedenen Kunden verbunden sind.
Ein Möbelhersteller arbeitet eng mit verschiedenen Holz- und Stofflieferanten zusammen. Gerade in Hochphasen – etwa vor saisonalen Kollektionen oder großen Aufträgen – kam es früher immer wieder zu Engpässen, weil der erhöhte Bedarf zu kurzfristig kommuniziert wurde. Das führte zu Lieferverzögerungen, teuren Expressbestellungen und zu unzufriedenen Endkunden.
Durch eine SRM-Software hat sich das grundlegend geändert: Der Hersteller teilt seine Produktions- und Bestellpläne frühzeitig direkt über das System. Lieferanten sehen die geplanten Mengen, passen eigene Kapazitäten an und melden Engpässe direkt auf der Plattform. Das Tool aktualisiert automatisch den Zeitplan für alle Beteiligten aktualisiert und ermöglicht eine bessere Planung – auch bei Sonderaufträgen.
Feedback und Entwicklungen
Ein wichtiges Ziel einer erfolgreichen Lieferantenbeziehung ist die Fähigkeit, sich ständig zu verbessern und weiterzuentwickeln. Ein SRM-System bietet dafür eine wertvolle Unterstützung, indem es den kontinuierlichen Dialog zwischen Unternehmen und Lieferanten erleichtert und eine strukturierte Möglichkeit schafft, Feedback zu sammeln und Verbesserungspotenziale zu identifizieren. Das erfolgt beispielsweise durch umfassende Umfragen, bewertbare Leistungskennzahlen oder direkte Rückmeldung seitens der Lieferanten und des Einkaufsteams. Dieser strukturierte Prozess stellt sicher, dass keine wichtigen Rückmeldungen verloren gehen und dass sowohl das Unternehmen als auch die Lieferanten klare Einblicke in ihre Performance und ihre Schwachstellen erhalten. So wird dazu beigetragen, dass Unternehmen schnell auf negative Trends reagieren und mit ihren Lieferanten gezielt an Lösungen arbeiten, anstatt in Missverständnissen oder Verzögerungen stecken zu bleiben.
Ein Hersteller von Medizintechnik arbeitet mit sensiblen Bauteilen, bei denen höchste Qualitätsstandards Pflicht sind. Früher wurde Feedback zu Lieferungen oft nur mündlich oder per E-Mail gegeben – häufig zu spät oder unübersichtlich dokumentiert.
Mit der Einführung einer SRM-Software hat sich das geändert: Nach jeder Lieferung wird automatisch ein kurzes Feedbackformular an die betroffenen Fachabteilungen geschickt. Dort bewerten die zuständigen Mitarbeiter direkt, ob Qualität, Verpackung und Liefertermine gepasst haben, und geben Verbesserungsvorschläge und Wünsche an. Gleichzeitig haben die Lieferanten selbst die Möglichkeit, Rückmeldungen zu Bestellprozessen zu geben. Durch das SRM-Tool fließen alle Rückmeldungen automatisch in eine übersichtliche Auswertung. So erkennt der Hersteller frühzeitig, ob es bei einem Lieferanten wiederholt Qualitätsabweichungen gibt oder ob interne Abläufe angepasst werden müssen.
Es zeigt sich: Eine SRM-Software ist mehr als ein eindimensionales Tool, das Euch die Verwaltung der Lieferantenbeziehungen erleichtert. Transparente und strukturierte Prozesse sind strategische Vorteile für beide Parteien und sorgen für Effizienz, Nachhaltigkeit (im doppelten Sinne) und Innovation.
Je nach Anzahl der (kritischen) Lieferanten erfordert die Etablierung eines SRM-Systems Investitionen seitens aller Beteiligter, um gemeinsam zu wachsen und erfolgreicher zu werden – und eine geeignete Software unterstützt dabei, das Bestmögliche aus diesen Aspekten herauszuholen.
Die Auswahl einer SRM-Software beeinflusst maßgeblich, wie strukturiert und belastbar die Zusammenarbeit mit Lieferanten organisiert wird. Während Lieferketten zunehmend komplexer und regulatorische Anforderungen an die Lieferantenauswahl steigen, rückt ein systematisches Supplier Relationship Management stärker in den Fokus. Entscheidend ist dabei nicht nur, welche Informationen über Lieferanten erfasst werden, sondern wie diese in Entscheidungs- und Steuerungsprozesse einfließen.
Deshalb sollte man bei der Wahl eines SRM-Tools auf folgende Kriterien achten:
Lieferantenstrukturen unterscheiden sich je nach Branche erheblich. Anbieter mit Erfahrung in vergleichbaren Beschaffungsumfeldern unterstützen die Einführung mit erprobten Bewertungsmodellen und methodischen Ansätzen.
Ein strukturierter Umgang mit Lieferanten erfordert konsistente Kriterien zur Bewertung von Leistung, Risiko oder Compliance. Die Lösung sollte entsprechende Prozesse nachvollziehbar abbilden und zentral dokumentieren.
Die Software sollte die Möglichkeit bieten, Lieferanten entlang ihrer strategischen Relevanz zu differenzieren (z. B. im Hinblick auf kritische Beschaffungsrisiken, ESG-Anforderungen oder langfristige Partnerschaften).
Die Software sollte es ermöglichen, potenzielle Risiken im Lieferantenportfolio frühzeitig zu identifizieren. Insbesondere bei Themen wie Lieferfähigkeit, regulatorische Anforderungen oder geopolitische Entwicklungen.
SRM-Tools stehen in enger Verbindung zu Einkauf, Risikomanagement und Nachhaltigkeitsmanagement. Eine nahtlose Anbindung an bestehende ERP- oder SCM-Systeme erleichtert die Abstimmung zwischen operativen und strategischen Funktionen.
Die Auswahl einer SRM-Software sollte nicht ausschließlich unter technischen Gesichtspunkten erfolgen. Entscheidend ist, ob die Lösung eine belastbare Grundlage für eine transparente, risikobewusste und langfristig ausgerichtete Zusammenarbeit mit Lieferanten schafft.
Die Kosten für eine Software für das Lieferantenbeziehungsmanagement variieren und obwohl einige Toolanbieter transparent ihre Lizenzmodell kommunizieren sind sie aufgrund der unterschiedlichen Komponenten bei der Preisfindung nicht vergleichbar. Schauen wir auf die vergangenen Matchings für unsere Plattformnutzer kommen wir auf eine weite Range zwischen 500 und 50.000 Euro bei den monatlichen Lizenzkosten.
Faktoren, die die Kosten für eine SRM-Software am häufigsten beeinflußen sind:
Einkaufsvolumen und Struktur des Procurements
Benötigte Funktionen / Module
Anzahl der Zugriffsrechte
Support- und Schulungsleistungen
Individueller Support
Integration in bestehende Systeme
Eine Orientierung zu den Lizenzkosten sowie dem initialen Aufwand der Einführung (inkl. den internen Projektkosten) liefert folgende Tabelle, die wir aus etwa 20 Kunden-Matchings ermittelt haben:
Die Investition für eine SRM-Softwarelösung erscheint auf den ersten Blick hoch, da keine unmittelbare Kostenreduktion sichtbar ist. Durch ein praxisorientiertes Beispiel, lässt sich allerdings zeigen, dass sich die Investition sogar sehr schnell einspielt.
Nehmen wir folgendes Beispielszenario als Hilfe:
| Ausgangssituation / Unternehmensprofil | |
|---|---|
| Mitarbeitende | 300 |
| Aktueller Stand | Manuelle Lieferantenverwaltung über Excel und E-Mail, geringe Transparenz |
| Risikoexposition | Erhöht (Fehlerhafte Lieferantendaten, ineffiziente Einkaufsprozesse, Kostenineffizienzen) |
| Ziele | Kostensenkung im Einkauf, strukturierte Lieferantensteuerung, höhere Prozessgeschwindigkeit |
| Investition in Software (einmalig) | |
| Einrichtung / Implementierung | 15.000 € |
| Schnittstellenanbindung / Customizing | 5.000 € |
| Schulung / Einführung / Onboarding | 5.000 € |
| Gesamtkosten einmalig | 25.000 € |
| Jährliche Kosten (wiederkehrend) | |
| Lizenzkosten | 60.000 € |
| Support / Wartung | Inklusive |
| Gesamtkosten jährlich | 60.000 € |
| Einsparungen & Nutzen pro Jahr | |
| Reduzierter operativer Einkaufsaufwand | 80.000 € |
| Bessere Einkaufskonditionen | 350.000 € |
| Weniger Fehler & Nacharbeiten | 40.000 € |
| Reduzierte externe Unterstützung | 20.000 € |
| Effizientere interne Abstimmungen | 30.000 € |
| Gesamtersparnis | 520.000 € |
| ROI | |
| Investition Jahr 1 | 85.000 € (25.000 € einmalig + 60.000 € jährlich) |
| Investition Jahr 2 | 60.000 € |
| Einsparungen | 520.000 € / Jahr |
| ROI / Break-even | nach ca. 2–3 Monaten |
| Einsparungen ab Jahr 2 | 460.000 € / Jahr netto |
Natürlich ist diese Rechnung nur ein Beispiel, aber sie zeigt deutlich, dass eine SRM-Software nicht nur ein Kostenfaktor ist, sondern eine strategische Investition. Ein gut implementiertes SRM-Tool verbessert die Einkaufsprozesse erheblich. Unternehmen können ihre Beschaffungskosten durch bessere Verhandlungspositionen, optimierte Lieferantenbeziehungen und automatisierte Prozesse signifikant senken. In vielen Fällen lassen sich die jährlichen Ausgaben für Lieferanten um rund zehn Prozent reduzieren.
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Was es bei einer geeigneten SRM-Softwarelösung zu beachten gibt, haben wir Dir in diesem Artikel ausführlich erläutert: die Recherche der Anbieteroptionen und der Auswahlprozess sind komplex und langwierig.
Den strukturierten Matching-Prozess, den Ihr mit uns geht, haben wir bereits für viele strategische Einkäufer bei Mittelständlern und Konzernen) erfolgreich durchgeführt und kennen damit quasi jede Konstellation bei der Suche nach passenden Tool-Anbietern. Aufgrund der großen Zahl bereits erfolgter Matchings ist unsere interne Datengrundlage einzigartig und in keiner KI verfügbar.
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René Kühn ist der Gründer und Geschäftsführer bei Matchilla. Auf der Matching- und Procurement-Plattform konnte er mit seinem Team eine der besten Marktübersichten für GRC, ESG, und Procurement-Dienstleister aufbauen.
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