EUDR-Software: Tools für entwaldungsfreie Lieferketten gemäß EUDR
Die EU Deforestation Regulation (EUDR) bringt neue Pflichten für Nachweise und Reporting in…
ompliance hat in den vergangenen Jahren deutlich an Komplexität gewonnen. Neue Anforderungen im ESG-Umfeld sowie regulatorische Entwicklungen in den Bereichen IT und Cybersecurity erweitern die Aufgabenfelder kontinuierlich. Entsprechend vielfältig ist das Angebot an Softwarelösungen, was die Auswahl eines passenden Tools zunehmend anspruchsvoller macht.
In diesem Artikel erhältst Du einen umfangreichen Leitfaden für die Auswahl einer Compliance-Software mit Tipps und Insights aus der Praxis, damit Du mit dem richtigen Tool startest und exzellente Datenstrukturen und Prozesse aufbaust.
Zudem teilen wir mit Dir unser Know-how aus unseren über 700 Compliance-Matchings für Mittelständler und Konzerne im Rahmen einer individuellen Softwareauswahl, bei der Du effizient einen Überblick über die für Euch relevantesten Anbieter erhältst.
Du möchtest tiefer in das Thema Compliance einsteigen? Dann findest Du hier alle relevanten Informationen. Alternativ kannst Du ohne Umwege unser kostenloses Matching starten, um genau die Compliance-Softwareanbieter zu identifizieren, die zu Euren individuellen Anforderungen passen:
Compliance hat sich von einer reinen Pflichtaufgabe zu einer unternehmensweiten Steuerungsfunktion entwickelt. Neue regulatorische Anforderungen im ESG-, IT- und Governance-Umfeld erhöhen den Abstimmungsaufwand zwischen Fachbereichen und verlangen eine konsistente Dokumentation von Richtlinien, Zuständigkeiten und Maßnahmen. Gleichzeitig erwarten Kunden, Investoren und Geschäftspartner zunehmend Transparenz im Umgang mit Risiken und unternehmerischer Verantwortung. Compliant zu sein ist damit längst nicht mehr ausschließlich eine juristische Notwendigkeit, sondern ein entscheidender Faktor für Vertrauen und Wettbewerbsfähigkeit.
Die Herausforderung liegt weniger im einzelnen Regelwerk als in der Vielzahl paralleler Anforderungen (vor allem ISO-Normen). Ohne strukturierte Systemunterstützung führt das häufig zu verteilten Verantwortlichkeiten, inkonsistenter Dokumentation und hohem manuellem Abstimmungsaufwand. Risiken werden verspätet erkannt, Maßnahmen lassen sich nur schwer nachverfolgen und Auditprozesse erfordern umfangreiche Vorbereitung.
Unter diesen Bedingungen stoßen manuelle Lösungen schnell an ihre Grenzen. Dezentral gepflegte Tabellen, isolierte Dokumentenablagen oder uneinheitliche Prozesse erschweren die Nachvollziehbarkeit und erhöhen den Koordinationsaufwand im Tagesgeschäft. Risiken bleiben länger unentdeckt, Zuständigkeiten sind unklar und Nachweise lassen sich im Auditfall nur mit erheblichem Aufwand zusammenstellen.
Eine qualifizierte Compliance-Software schafft hier die strukturelle Grundlage, um interne Ziele und geltende Vorgaben systematisch umzusetzen. Unternehmen verankern Compliance damit nicht nur regulatorisch, sondern auch organisatorisch und stärken zugleich die Erwartungssicherheit gegenüber Stakeholdern.
Vor der Auswahl eines geeigneten Compliance-Tools ist es entscheidend, die eigenen Ziele klar zu definieren und einzugrenzen, von welchen Normen und Vorgaben das eigene Unternehmen betroffen ist. Denn je nach Branche und Risikoprofil unterscheiden sich die Anforderungen erheblich – und das wirkt sich auf die passende Softwarestrategie aus.
Der Markt für Compliance-Software ist durch eine Vielzahl spezialisierter Einzellösungen schwer überschaubar. Internationale Softwareverzeichnisse listen mittlerweile mehrere hundert Systeme – von themenspezifischen Anwendungen (z. B. im Bereich Whistleblowing) bis hin zu umfassenden All-in-One-Lösungen oder GRC-Suiten.
Allgemeine Tool-Listen oder Rankings bieten zwar eine erste Orientierung, berücksichtigen jedoch selten die individuellen Anforderungen, Ziele und Risikoprofile eines Unternehmens. Für eine fundierte Vorauswahl ist es daher sinnvoll, die Anbieterlandschaft zunächst entlang zentraler Softwarekategorien zu strukturieren.
Für die Matchings und den Auswahlprozess auf unserer Plattform unterteilen wir die Compliance-Tools daher in folgende Kategiorien:
GRC-Suiten (Governance, Risk, Compliance)
Dies sind die großen Alleskönner mit umfassenden Plattformen, die mit Funktionen für Compliance, Risikomanagement, Datenschutz, Lieferkette, Hinweisgebersystem und vieles mehr in einem System vereinen – oft modular aufgebaut, extrem flexibel, aber häufig auch (sehr) komplex.
Ganzheitliche Abdeckung von Governance-, Risiko- und Compliance-Anforderungen in einer Plattform; zentrale Steuerung und Transparenz über Richtlinien, Risiken, Kontrollen und Maßnahmen; modulare Struktur ermöglicht bedarfsgerechte Erweiterung (z. B. Datenschutz, Lieferkette, Hinweisgebersysteme); hohe Flexibilität zur Abbildung komplexer Organisationsstrukturen und regulatorischer Anforderungen; unterstützt unternehmensweite Standardisierung von Compliance-Prozessen; starke Reporting- und Audit-Funktionen für Management, Revision und Aufsichtsbehörden.
Hohe Komplexität in Einführung, Konfiguration und Betrieb; längere Implementierungszeiten und hoher Abstimmungsaufwand; kostenintensiv in Lizenzierung, Customizing und laufendem Betrieb; hoher Schulungsbedarf für Anwender und Fachabteilungen; Gefahr der Überdimensionierung für kleinere oder weniger regulierte Unternehmen.
Große Unternehmen und Konzerne mit umfassenden regulatorischen Anforderungen; Organisationen mit globalen Strukturen und mehreren Compliance-Domänen; Unternehmen, die Governance, Risiko und Compliance zentral und integriert steuern möchte; Firmen mit etablierten Compliance- und Risikomanagement-Funktionen.
Speziallösungen für Compliance-Themen
Es gibt eine große Anzahl an Tools mit Lösungen zu bestimmten Compliance-Themen. Zum einen für Datenschutz, Cybersecurity, ESG, HSE & Co., zum anderen für Compliance-Fachbereiche wie Finanzen, Produktion oder HR. Teilweise sind die Anforderungen bei einzelnen Themen so umfangreich, dass einzelne Software speziell für einzelne ISO-Normen und Gesetze konzipiert ist, um diese bestmöglich zu erfüllen.
Sehr hohe fachliche Tiefe für einzelne Compliance-Bereiche (z. B. Datenschutz, ESG, Cybersecurity, HSE); oft explizit auf konkrete Gesetze, Verordnungen oder ISO-Normen zugeschnitten; schnelle Einführung und klare Fokussierung auf definierte Anforderungen; hohe Aktualität bei regulatorischen Änderungen durch spezialisierte Anbieter; gute Unterstützung der Fachabteilungen mit passgenauen Workflows; geringere Komplexität im Vergleich zu umfassenden GRC-Suiten.
Fragmentierung der Compliance-Landschaft bei Einsatz mehrerer Einzellösungen; erhöhter Integrations- und Koordinationsaufwand zwischen Tools; fehlende ganzheitliche Sicht auf Risiken und Compliance-Status; unterschiedliche Bedienkonzepte und Reporting-Strukturen; Abhängigkeit von mehreren Anbietern und deren Update-Zyklen.
Unternehmen, die gezielt einzelne Compliance-Themen professionalisieren möchten; Organisationen mit klar abgegrenzten, besonders komplexen Compliance-Anforderungen; Fachabteilungen, die spezialisierte Lösungen statt generischer Plattformen benötigen; mittelständische Unternehmen mit fokussierten regulatorischen Pflichten.
Branchenlösungen mit Compliance-Modulen
An dieser Stelle sind ERP- oder Qualitätsmanagement-Softwarelösungen anzuführen, die Compliance-Module für bestimmte Industrien und Branchen integriert haben – inkl. Umweltauflagen, Zertifizierungen oder konkreten Arbeitssicherheitsmaßnahmen. Compliance ist hier eher ein Add-on, nicht die Kernfunktion. Eine andere Herangehensweise, die aber durchaus für bestimmte Unternehmen der richtige Weg ist.
Enge Verzahnung von Compliance-Funktionen mit branchenspezifischen Kernprozessen; Nutzung bestehender Systeme (z. B. ERP oder QMS) reduziert zusätzlichen Toolaufwand; gute Unterstützung operativer Compliance-Anforderungen (z. B. Arbeitssicherheit, Umweltauflagen); höhere Datenkonsistenz durch gemeinsame Datenbasis; geringerer Schulungsaufwand, da Anwender im bekannten System bleiben.
Compliance-Funktionalität meist begrenzt und nicht ganzheitlich; geringere Flexibilität bei neuen oder branchenfremden regulatorischen Anforderungen; Abhängigkeit von Releasezyklen und Roadmaps des Kernsystems; Erweiterungen oder Anpassungen können kosten- und zeitintensiv sein; Compliance eher unterstützend als strategisch verankert.
Unternehmen mit klar definierten, branchenspezifischen Compliance-Anforderungen; Organisationen, bei denen operative Compliance im Tagesgeschäft im Vordergrund steht; Firmen, die zusätzliche Spezial- oder GRC-Tools bewusst vermeiden möchten; mittelständische Betriebe, für die eine pragmatische, integrierte Lösung ausreichend ist.
Für den Auswahlprozess bedeutet diese Segmentierung vor allem eines: Die passende Softwarelösung hängt maßgeblich davon ab, welche Compliance-Themen im Unternehmen priorisiert werden und wie breit das System perspektivisch aufgestellt sein soll. Während sich für einzelne Anwendungsbereiche oft spezialisierte Tools anbieten, erfordert ein unternehmensweites Compliance-Management eine konsolidierte Betrachtung aller relevanten Themenfelder.
Eine gute Nachricht: Ihr seid aktuell auf der richtigen Seite, um Euch effektiv den passendsten Softwareanbietern anzunähern, die die Bedürfnisse Eures Unternehmens am besten erfüllen!
Im Markt für Unternehmenssteuerungs- und Regulatorik-Software stößt man schnell auf zwei Begriffe: Compliance-Software und GRC-Software. Während sie oft im gleichen Atemzug genannt werden, stehen sie nicht auf derselben Ebene. GRC ist der übergeordnete Rahmen, Compliance ein Bestandteil davon.
Compliance-Software fokussiert sich im Allgemeinen auf die systematische Einhaltung externer Gesetze und interner Richtlinien. Im Zentrum stehen Funktionen wie Richtlinienmanagement, Schulungs- und Verpflichtungsnachweise, Hinweisgebersysteme, Fallmanagement, Dokumentation von Verstößen sowie revisionssicheres Reporting. Ziel ist es, Regelkonformität nachvollziehbar zu steuern und Haftungsrisiken zu reduzieren.
GRC-Software verfolgt einen breiteren Ansatz. Der Begriff steht für „Governance, Risk & Compliance“ und beschreibt ein integriertes Steuerungsmodell, das Unternehmensführung (Governance), Risikomanagement und Compliance miteinander verbindet. Entsprechend umfassen GRC-Plattformen neben klassischen Compliance-Funktionen häufig auch Risikoinventare, Kontrollsysteme (IKS), Audit-Management, Kontrolltests und strategische Reporting-Strukturen. Compliance ist hier kein isoliertes Modul, sondern Teil eines umfassenden Steuerungs- und Kontrollsystems.
Für viele mittelständische Unternehmen ist eine spezialisierte Compliance-Lösung ein sinnvoller Einstieg, insbesondere wenn konkrete regulatorische Anforderungen im Vordergrund stehen. Der Funktionsumfang bleibt klar abgegrenzt und die Einführung organisatorisch beherrschbar.
Wer jedoch perspektivisch Risiko- und Kontrollprozesse enger mit Compliance verknüpfen möchte, sollte ganzheitliche GRC-Strukturen zumindest mitdenken. Da GRC den übergeordneten Rahmen bildet, lässt sich Compliance in solchen Systemen strategisch einbetten, statt isoliert zu verwalten. Entscheidend ist daher nicht die Abkürzung, sondern die Frage, wie integriert die Steuerungs- und Kontrollprozesse im Unternehmen künftig aufgestellt sein sollen.
Wenn Ihr Euch erstmalig mit der Einführung eines Compliance-Systems beschäftigt oder aktuell eine ältere Software nutzt, werdet Ihr erstaunt sein, wie effizient Euch die Tools mittlerweile unterstützen. Natürlich kann man alles weiterhin manuell mit Excel & Co. lösen. Doch das ist meist umständlich und mangels vorgegebenem Templates mit großem Aufwand verbunden. Zudem steigen die Anforderungen der Compliance-Aufgaben immer weiter, was dazu führt, dass eine manuelle Durchführung für Fehlerquellen sorgt.
Eine professionelle Softwarelösung schafft hier Abhilfe – sie verknüpft zentrale Elemente miteinander, sorgt für Transparenz und spart wertvolle Ressourcen.
Die Einführung einer Compliance-Softwarelösung lässt sich je nach Komplexität schrittweise gestalten und nach und nach in bestehende Systeme integrieren – sei es modular über eine umfassende GRC-Suite oder durch spezialisierte Einzellösungen, die sich nahtlos über Schnittstellen miteinander verbinden.
Doch was leistet eine Compliance-Software eigentlich und wie erleichtert sie die Arbeit? Hier sind die wichtigsten Funktionen:
Rechtskataster & Gesetzesmonitoring
Als Unternehmen unterliegt ihr einer Vielzahl von Gesetzen, Normen und Vorschriften, die regelmäßig aktualisiert und novelliert werden. Eine Compliance-Software stellt sicher, dass alle relevanten rechtlichen Anforderungen automatisch erfasst, aktualisiert und in einem für euch individuellen, zentralen Rechtskataster dokumentiert werden. Die Software monitort die Gesetze, benachrichtigt Compliance-Verantwortliche über Änderungen und hilft bei der Einhaltung neuer Anforderungen.
Ein mittelständischer Maschinenbauer in Baden-Württemberg produziert für die Automobilindustrie. Durch eine Gesetzesänderung im Produktsicherheitsgesetz (ProdSG) muss der Betrieb bestimmte CE-Kennzeichnungen aktualisieren. Die Compliance-Software erkennt das automatisch, zeigt betroffene Produktgruppen auf und informiert die Produktionsleitung. Diese passt die technischen Dokumentationen an – ohne durch manuelle Arbeit die Gesetzeslage prüfen zu müssen.
Flexibles Risikomanagement
Die Risikoanalyse mit integriertem Risikomanagement ist ein zentraler Bestandteil einer Compliance-Software. Mit dieser Funktion erkennen Unternehmen nicht nur Risiken, sondern bewerten sie, führen interne Kontrollen ein und ergreifen rechtzeitig angemessene Maßnahmen zur Risikominderung. Ein Compliance-Tool sollte über ein flexibles Risikomanagement verfügen, das verschiedene Risikofaktoren – wie z. B. rechtliche Veränderungen, interne Prozesse und externe Marktbedingungen – kontinuierlich überwacht und Bericht erstattet.
Ein Lebensmittelhersteller in Salzburg liefert seine Produkte auch nach Deutschland. Durch eine neue Regelung zur Allergenkennzeichnung steigt das Risiko für Abmahnungen. Die Software stuft das als mittelhoch ein, generiert eine Handlungsempfehlung zur Verpackungsprüfung und erstellt eine Taskliste für das QM-Team – mit Termin und Verantwortlichkeit.
Datenbank für die Dokumentverwaltung
Durch Regelungen – wie z. B. den umfangreichen ESG-Anforderungen – müssen Unternehmen in ihren Compliance-Bemühungen eine Vielzahl von Richtlinien, Zertifikaten, Schulungsnachweisen, Auditberichten und gesetzlichen Vorgaben verwalten. Eine Compliance-Software sollte daher die Möglichkeit bieten, diese Dokumente sicher, transparent und übersichtlich zu verwalten. Das sorgt nicht nur dafür, dass Nachweise bei Bedarf schnell abrufbar sind, sondern reduziert auch den manuellen Verwaltungsaufwand.
Ein Energieversorger muss jährlich verschiedene ESG-Nachweise liefern – von CO2-Bilanzen über Lieferantenzertifikate bis hin zu Auditberichten für das Energiemanagement. Zur Verwaltung der Dokumente wird eine Compliance-Software verwendet. Dort sind alle relevanten Dokumente abgelegt und können gezielt mit Suchbegriffen gefunden werden.
Automatisierte Berichtserstellung und Dokumentation
Die Möglichkeit einer automatisierten Berichterstattung unterstützt dabei, Prüfprozesse im Compliance-Management effizienter zu gestalten und Nachweise über eine normgerechte und gesetzeskonforme Wirtschaftung zu erstellen. Im besten Fall ist die Erstellung der Compliance-Berichte mit einer Weiterleitungsfunktion verbunden, die dafür sorgt, dass z. B. Geschäftspartner oder Investoren auf die Reportings zugreifen. Ein großer Vorteil der Automatisierung: Fehler, die durch aufwändige manuelle Prüfungen entstehen, werden minimiert und der Aufwand reduziert. Gleichzeitig wird eine effizientere Überwachung der Compliance-Bemühungen ermöglicht und Transparenz sowie Nachweisfähigkeit gegenüber internen und externen Prüfinstanzen verbessert.
Ein Unternehmen aus der Baubranche ist erstmals CSRD-berichtspflichtig. Statt Excel-Tabellen und manuellem Copy-Paste erstellt die Compliance-Software auf Knopfdruck einen vollständigen Nachweis des ESG-Berichts nach ESRS – mit automatisch eingefügten Emissionsdaten, Sozialkennzahlen und Governance-Bewertungen. Dieser Nachweis wird anschließend direkt an die Investoren weitergeleitet.
Korrespondenz und Integration mit bestehenden Systemen
Eine agile Compliance-Software ist in bestehende Systeme nahtlos integrierbar. Dies kann durch eine Import-Möglichkeit von Daten aus ESG- und/oder CSRD-Softwarelösungen geschehen oder durch eine aktive Verknüpfung der Tools. Durch eine Compliance-Software, die sich ohne größere Anpassungen in bestehende Systeme integriert, werden Dateninseln verhindert und eine effiziente Verarbeitung von Informationen und Daten ermöglicht.
Ein Industrieunternehmen nutzt SAP für Finanzen, ein separates Tool für Umweltkennzahlen und ein Drittsystem für das Schulungsmanagement. Die Compliance-Software verknüpft diese Systeme durch Schnittstellen. ESG-Kennzahlen, Lieferantenauswertungen und Mitarbeiterschulungen lassen sich problemlos im Compliance-Dashboard anzeigen und filtern.
Dokumentierte Schulungen und Workshops
Mitarbeiterschulungen und Workshops sind essenzielle Bestandteil einer Compliance-Software. Sie stellen sicher, dass alle Beschäftigten die notwendigen Kenntnisse über gesetzliche Vorschriften, interne Richtlinien und Best Practices im Bereich Compliance haben. Gleichzeitig sorgen entsprechende Schulungen dafür, dass jeder effektiv mit dem Compliance-Tool umgeht und das bestmögliche aus dem Compliance-Management herausholt. Bei den Schulungen ist zu beachten: Sie sollten praxisnah sein und aktuell geltende Anforderungen abdecken.
Ein mittelständisches Logistik-Unternehmen muss die Mitarbeitenden zu interner Compliance schulen. Über die Software wird eine E-Learning-Reihe ausgerollt – passend zur jeweiligen Funktion (Fahrer, Dispo, Einkauf). Die Teilnahme wird automatisch dokumentiert, und Erinnerungen gehen bei Fristüberschreitungen automatisiert heraus. Im Fall einer Kontrolle kann die Personalabteilung den Schulungsstand per Klick belegen.
Besonders wichtig hinsichtlich der Funktionen einer Compliance-Software: Die Software muss zu den Strukturen und den Bedürfnissen eures Unternehmens passen. Außerdem sollte sie jetzige und zukünftige Herausforderungen im Blick behalten und gesetzliche Regulatoriken und Richtlinien berücksichtigen.
Die Auswahl einer Compliance-Software entscheidet darüber, ob regulatorische Anforderungen im Unternehmen konsistent umgesetzt und langfristig steuerbar bleiben. Neben dem reinen Leistungsumfang der Lösung spielt insbesondere die Passgenauigkeit zu bestehenden Strukturen, Zuständigkeiten und Compliance-Zielen eine zentrale Rolle.
Bei der Toolauswahl sollten daher unter anderem folgende Aspekte berücksichtigt werden:
Je nach Branche unterscheiden sich die regulatorischen Schwerpunkte erheblich – etwa im Umgang mit ESG-Vorgaben, Lieferkettenanforderungen oder Hinweisgebersystemen. Anbieter mit Erfahrung in vergleichbaren regulatorischen Umfeldern erleichtern die Einführung durch erprobte methodische Ansätze.
Im Compliance-Kontext werden häufig sensible Informationen verarbeitet – beispielsweise im Rahmen von Untersuchungen oder Meldesystemen. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an Datensicherheit und die Einhaltung geltender Datenschutzvorgaben.
Compliance-Prozesse müssen dokumentiert und revisionssicher nachgewiesen werden. Eine geeignete Lösung stellt sicher, dass Zuständigkeiten, Maßnahmen und Entscheidungen transparent hinterlegt und bei Bedarf prüfbar sind.
Die Auswahl einer Compliance-Software ist damit weit mehr als ein technischer Vergleich einzelner Tools. Entscheidend ist, wie gut sich die Lösung in Eure Governance-Strukturen einfügt und dabei unterstützt, Compliance-Anforderungen unternehmensweit zu bewältigen.
Dabei gilt in jedem Fall: Das passende Compliance-Tool passt sich Euren Unternehmensstrukturen an, nicht umgekehrt!
Die Kosten für eine Compliance-Software sind, wie fast alle Preise im Enterprise-Software-Segment, nicht pauschalisierbar. Lediglich bei klar separierbaren Bereichen, wie bspw. Datenschutz oder der digitalen Barrierefreiheit, sind klare Preisstrukturen öffentlich vergleichbar.
Bei den Angeboten, die über unsere Plattform abgegeben wurden, beeinflussen die folgenden Kriterien das einzusetzende Budget:
Anzahl der Compliance-Module
Anzahl der User
Art und Anzahl der eingesetzten Frameworks
Organisationsstruktur des Unternehmens
Als Orientierungshilfe haben wir folgende Kostenübersicht ermittelt:
Da diese Tabelle keinen konkreten Nutzen und Gewinn abbildet, erscheinen die Kosten für ein Compliance-Tool zunächst hoch. Doch mit einer beispielhaften ROI-Rechnung zeigen sich einige Faktoren, die die anfängliche Investition abfedern:
| Ausgangssituation / Unternehmensprofil | |
|---|---|
| Mitarbeitende | 350 |
| Standorte | 3 |
| Relevante Themen | Lieferkettensorgfaltspflicht, Hinweisgeberschutz, Datenschutz, Arbeitsschutz |
| Aktueller Stand | Excel-Listen, E-Mail-Abstimmungen, dezentrale Dokumentation, hoher manueller Aufwand |
| Risikoexposition | Erhöht (Audit-Risiken, Dokumentationslücken, Bußgelder, externe Prüfungen) |
| Ziele | Rechtssicherheit, Transparenz, Effizienzsteigerung, zentrale Steuerung aller Compliance-Prozesse |
| Investition in Compliance-Software (einmalig) | |
| Implementierung & Set-up | 9.000 € |
| Definition interner Prozesse & Richtlinien | 2.000 € |
| Schulungen & Onboarding | 3.000 € |
| Gesamtkosten einmalig | 14.000 € |
| Jährliche Kosten (wiederkehrend) | |
| Lizenzkosten | 9.000 € |
| Erweiterter Support & Zusatzmodule | 3.000 € |
| Interne Administration | 2.000 € |
| Gesamtkosten jährlich | 14.000 € |
| Einsparungen & Nutzen pro Jahr | |
| Zeitersparnis Compliance-Reporting | 12.000 € |
| Reduzierte externe Beratung | 7.500 € |
| Effizientere Schulungsorganisation | 5.000 € |
| Vermeidung von Bußgeldern & Sanktionen | 30.000 € |
| Gesamtnutzen pro Jahr | 54.500 € |
| ROI & Wirtschaftlichkeit | |
| Investition Jahr 1 | 28.000 € (14.000 € einmalig + 14.000 € jährlich) |
| Investition ab Jahr 2 | 14.000 € / Jahr |
| Einsparungen | 54.500 € / Jahr |
| Break-even | nach ca. 6–8 Monaten |
| Netto-Ersparnis pro Jahr | ca. 40.000 € |
An dieser Stelle haben wir versucht, eine möglichst konkrete Preisorientierung zu geben und die Berechnung des Kosten-/Nutzenverhältnisses aufzuzeigen. Selbst wenn Ihr bei Eurer eigenen Kalkulation auf ein negatives Einsparpotenzial kommt: Eine Compliance-Software ist immer eine „Versicherung“ zur Vermeidung von Strafzahlungen.
Unsere Empfehlung: Fülle unseren Compliance-Match-Assistant aus und erhalte über unsere Plattform eine unverbindliche Budgeteinschätzung ausgewählter Anbieter für eine Software, die zu Euren individuellen Kriterien passt.
Wir beobachten und analysieren den Markt für GRC-Software kontinuierlich. In unserer Datenbank sammeln wir die relevantesten Compliance-Tools für den deutschsprachigen Raum – strukturiert und vergleichbar hinterlegt mit harten und weichen Kriterien wie Funktionsumfang, Modulen, unterstützten Standards, Schnittstellen, Branchenexpertise, Preismodellen und vielem mehr.
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Anbieter im Matching: 124
Probleme bei der Darstellung? Hier den Match-Assistant im neuen Fenster öffnen

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Die Suche nach geeigneten Dienstleistern gestaltet sich über Matchilla einfach und superschnell. Kontaktaufnahme, Spezifikationen formuliert und nach wenigen Tagen waren die Ergebnisse da. Über diesen Weg kamen wir an Infos zu Anbietern, von denen wir vorab noch nichts gehört hatten. Ein echter Mehrwert.

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Ihr steht vor der Herausforderung, eure Compliance-Themen strukturiert und rechtskonform mit einer Software zu managen, doch die Recherche der Anbieteroptionen und der Auswahlprozess über Listingportale oder Marktübersichten ist komplex und kompliziert.
Genau hier kommt Matchilla ins Spiel. Den strukturierten Matching-Prozess, den Ihr mit uns geht, haben wir bereits für viele Unternehmen (Mittelständler und Konzerne) erfolgreich durchgeführt und kennen damit quasi jede Konstellation bei der Auswahl von Compliance-Tool-Anbietern. Wir verfügen über die wohl bestgepflegte Datenbank mit Softwarelösungen im deutschsprachigen Raum.

Mit diesem Marktüberblick in Kombination mit unserer persönlichen Kompetenz und dem einzigartigen Auswahlprozess erhaltet Ihr einen immensen Wissensvorsprung, der euch nicht nur eine umständliche Recherchearbeit erspart, sondern in einem strukturierten Prozess über die Matchilla-Plattform führt.
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Die Matchilla-Plattform kann für eine offizielle Ausschreibung einer Software genutzt werden. Neben den Anbieterinformationen sammelt Ihr auch die entsprechenden Angebote, die Euren eigenen Compliance-Regelungen entsprechen, direkt auf dem Matchboard. Über die Invite-Funktion teilst Du die Angebote nicht nur transparent und übersichtlich mit dem Einkauf, sondern optional mit allen Prozessbeteiligten im Unternehmen.
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Unser Auswahlprozess basiert auf einem effizienten Zusammenspiel aus Daten, Algorithmen und einer ordentlichen Portion persönlicher Kompetenz. Durch die Anzahl an bereits erfolgten Matching-Prozessen ist unsere Datengrundlage einzigartig. Zudem wird kein Matchboard freigegeben, ohne dass einer unserer Expert:innen eigenen Input hinzugefügt hat. Selbst Unternehmen, die schon mit mehreren Anbietern gesprochen haben, überraschen wir mit noch passenderen Optionen, die noch nicht recherchiert wurden.
Versteht Matchilla als neutralen Sparringspartner in diesem Software-Auswahlprozess. Wir möchten, dass Euer Unternehmen in Zukunft bei vielen weiteren Suchen nach Dienstleistern die Services der Matchilla-Plattform nutzt. Deswegen sind wir stark daran interessiert, dass Ihr nicht nur auf einen exzellenten Procurement-Prozess zugreift, sondern über uns auch IMMER die bestmöglichen Anbieter findet.
Starte ganz einfach mit dem Ausfüllen des Match-Assistants. Dadurch erhalten wir einen ersten Einblick in Eure Anforderungen. Wir werden uns persönlich bei Euch melden, falls weitere Spezifikationen benötigt werden. Damit schärfen wir die Auswahlkriterien und geben neben den Standard-Daten weitere individuelle Entscheidungsfaktoren in das Matching. Aus den aggregierten Informationen erstellen wir auf unserer Plattform das Matchboard mit den für Euch relevantesten Tool-Anbietern.
René Kühn ist der Gründer und Geschäftsführer bei Matchilla. Auf der Matching- und Procurement-Plattform hat er mit seinem Team eine der besten Marktübersichten für Compliance-Dienstleister aufgebaut
Die EU Deforestation Regulation (EUDR) bringt neue Pflichten für Nachweise und Reporting in…
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Ihr seid dabei Euch auf die Anforderungen des BFSG vorzubereiten und sucht nach…